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Risikofaktoren für Selbstmord, Einstellungen zu psychischen Erkrankungen und praxisbezogene Stressfaktoren unter US-Tierärzten

Ziel dieser Querschnittserhebung war es, die Prävalenz von Suizidrisikofaktoren, die Einstellung zu psychischen Erkrankungen und praxisbezogene Stressfaktoren unter 11.627 US-Tierärzten zu ermitteln.

Von Nett, R.J.; Witte, T.K.; Holzbauer, S.M.; Elchos, B.L.; Campagnolo, E.R.; Musgrave, K.J.; Carter, K.K.; Kurkjian, K.M.; Vanicek, C.F.; O'Leary, D.R. auf July 04, 2024

Verfahren – Zwischendem 1. Juli und dem 20. Oktober 2014 wurde ein webbasierter Fragebogen über das Veterinary Information Network (VIN), den VIN News Service, die JAVMA News und per E-Mail an Tierärzte in den USA versandt, und zwar von einem Veterinärmedizinischen Verband, einem Landwirtschafts- oder Viehwirtschaftsministerium oder einem Gesundheitsamt in jedem Bundesstaat (außer Maine) und Puerto Rico. Ergebnisse – Von11.627 Befragten waren 3.628 (31 %) männlich. Das Durchschnittsalter lag zwischen 30 und 39 Jahren, und die durchschnittliche Dauer der tierärztlichen Tätigkeit betrug 10 bis 19 Jahre. 7.460 (64%) der Befragten praktizierten hauptsächlich Kleintiermedizin, und 4.224 (36%) waren Praxisinhaber. 1.077 (9 %) der Befragten litten derzeit unter schweren psychischen Problemen. Seit dem Abschluss der Tierarztausbildung hatten 3.655 (31 %) der Befragten depressive Episoden, 1.952 (17 %) hatten Suizidgedanken und 157 (1 %) unternahmen einen Suizidversuch. Derzeit befanden sich 2.228 (19 %) der Befragten wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung. Nur 3.250 von 10.220 (32 %) der Befragten stimmten einigermaßen oder voll und ganz zu, dass die Menschen psychisch kranken Menschen gegenüber mitfühlend sind. Der am häufigsten genannte praxisbezogene Stressfaktor waren die Anforderungen in der Praxis. Schlussfolgerungen und klinische Relevanz – Indieser Umfrage hatte etwa einer von elf Tierärzten ernsthafte psychische Probleme und einer von sechs hatte Suizidgedanken, seit er die tierärztliche Hochschule verlassen hat. Die Umsetzung von Maßnahmen, die Tierärzten bei der Bewältigung praxisbezogener Stressfaktoren helfen, und der Abbau von Hindernissen, die Tierärzte bei der Inanspruchnahme einer psychiatrischen Behandlung überwinden müssen, könnten das Suizidrisiko unter Tierärzten verringern. Lies mehr HIER.