Methode: Zwölf praktizierende Kleintierärztinnen und -ärzte in Australien wurden rekrutiert. Sie nahmen einzeln an halbstrukturierten Forschungsinterviews teil. Die interpretative phänomenologische Analyse (IPA) wurde zur Konzeption der Studie und zur Analyse der Transkripte verwendet. Ergebnisse: Die Analyse der Interviewdaten ergab ein übergreifendes Thema: weniger Zeit für die Arbeit im klinischen Bereich und vier Hauptthemen: Besorgnis, Selbstzweifel, Verantwortungskonflikte (zwischen der Betreuung des Tieres, des menschlichen Kunden und den finanziellen Anforderungen des Unternehmens) und unzureichende Unterstützung. Fazit: Die Ergebnisse geben einen tieferen Einblick in die Ursachen von Stress und die Schwierigkeiten bei der Bewältigung. Diese Ergebnisse können dazu beitragen, zu erklären, warum Tierärztinnen und Tierärzte aus dem Beruf aussteigen oder ihre Arbeitszeit reduzieren. Außerdem unterstreichen sie, wie wichtig die Weiterbildung von Tierärztinnen und Tierärzten in Sachen Selbstfürsorge und Stressbewältigung, Hilfe bei der Lösung ethischer Dilemmata und Zusammenarbeit im Team ist. Lies mehr HIER.
Beruflicher Stress und Bewältigungsstrategien bei erfahrenen australischen Tierärzten
Es wurde festgestellt, dass Tierärzte einem besonders hohen Risiko von Stress am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, was sie zu Angstzuständen, Depressionen und Selbstmord neigen lässt. Frühere quantitative Studien haben die Ursachen für Stress und die gängigen Bewältigungsstrategien von Tierärztinnen und Tierärzten ermittelt. Ziel der aktuellen Untersuchung war es, mit Hilfe qualitativer Methoden ein tieferes Verständnis der Stresserfahrungen von Tierärzten und ihrer Bewältigungsstrategien zu gewinnen.